Lernen

Lernen wird oft als etwas verstanden, dass ausschließlich in klassischen Bildungsinstitutionen wie Schulen und Universitäten geschieht, zur Reproduktion von Wissen degradiert – passiv und ohne Möglichkeiten eigener Gestaltung.  Für viele ist diese Art von Lernen mit negativen Emotionen verbunden, weil sie zu bestimmten Zeitpunkten lernen mussten oder weil Inhalte und Formen von anderen vorgegeben wurden.

So häufen sich Jugendliche kurzfristig einen Berg von Wissen an, von demschon nach kurzer Zeit fast alles wieder verloren ist. Das zeigt: diese Form des Lernens ist weder sinnvoll, noch nachhaltig und wird den gesellschaftlichen Herausforderungen, denen gegenüber das Bildungssystem verpflichtet ist, in keiner Hinsicht gerecht.

 

Bildung ist anders – Aber Wie!?

Doch es gibt so viele Wege, Lernen anders zu verstehen: selbstbestimmt, transformativ, erfahrungsbasiert, lebensweltorientiert, spielerisch, implizit, intrinsisch motiviert – demokratische Bildung geht davon aus, dass Menschen am besten selbst entscheiden können, welche Lerninhalte, Gegenüber und Umgebungen sie gerade brauchen. Das ist für uns ein Anstoß, um dem Rätsel des Lernens langsam aber sicher näher zu kommen.

Wir wollen Räume schaffen, in denen gleichberechtigt und selbstbestimmt gelernt werden kann und in denen wir lernen können, wie wir in Bildungskontexten eine entsprechende Atmosphäre schaffen. Dabei gehen wir davon aus, dass alle Menschen Erfahrungen und Fähigkeiten mitbringen, die für andere wertvoll und inspirierend sein können. Am Ende ist es egal, ob Texte gewälzt oder Schulen besucht, Comics gemalt oder Rollenspiele gemacht werden – in all dem stecken eigene Weisheiten. Pathetisch gesagt: Die Wege des Lernens sind unergründlich. Wir wollen trotzdem weiter danach graben.