Inklusion

Es ist normal, verschieden zu sein!

In der Pädagogik ist der Begriff Inklusion in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus geraten. Grundsätzlich meint Inklusion die Wertschätzung und Anerkennung von Diversität (Unterschiedlichkeit) aller Menschen. Zwar geht es meistens um Menschen mit Behinderungen, doch dahinter steckt mehr: In unserem Verständnis nimmt Inklusion nicht nur alle Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit in den Blick, sondern auch Strukturen und Praktiken, die Diskriminierung verursachen können. 

Schulen und Hochschulen haben einen verengten Blick auf Menschen und auf das, was sie leisten können und sollen. Bildungspläne, Lehrziele etc. fördern nur einen begrenzten Ausschnitt dessen, was und wie Menschen leben und lernen. Größere Freiheit und die aktive Suche nach Vielfältigkeit bereichern alle, die zusammen lernen. Deshalb ist es uns wichtig, nicht nur den starren Blick auf Lerninhalte, sondern auch ausschließende Strukturen zu hinterfragen und möglichst vielen Meinungen und Weltzugangsmöglichkeiten Raum zu geben.

Nichtdiskriminierende Schulen und Hochschulen sehen die Vielfalt, also die Unterschiedlichkeit der Schüler:*Innen und Lehrer:*Innen, als Reichtum und Chance für die Lernprozesse von allen. Dabei geht es nicht nur um die sogenannten behinderten Menschen, sondern vielmehr um alle, die an den Rand gedrängt oder aufgrund von Zugangsbeschränkungen an Partizipation gehindert werden. Wir gehen davon aus, dass alle Menschen gleichwertig, gleichwürdig und unterschiedlich sind. Inklusion bedeutet ein Leben in Vielfalt, Nicht-Ausgrenzung und eine selbstverständliche Zugehörigkeit.

Das Recht auf Bildung für alle ist das Ziel, die Inklusion ist der Weg.